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Neonazi attackiert Passanten bei NPD-Infostand - Erneut Angriff im Wahlkampf |
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Monday, 27. July 2009 |
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Laut Presseberichten wurde am Sonnabend (25.07.) gegen 9.20 Uhr am S- und U-Bahnhof Neukölln an einem NPD-Infostand ein Anwohner verletzt, der zuvor mit "Nazis raus!"-Rufen seinen Protest geäußert hatte. Der Passant erlitt Schürfwunden, nachdem ihn einer der NPDler angegriffen hatte und er zu Boden stürzte.
Diese Tat reiht sich ein in eine Vielzahl ähnlicher Vorfälle der letzten Jahre, bei denen die Neuköllner NPD und Neonazis aus dem Kameradschaftsspektrum im Wahlkampf gewalttätig gegen politische Gegner/innen vorgingen:
Am 04.03.09 versuchte Sebastian Thom (Mitglied im Landesvorstand der NPD) bei einem NPD-Infostand am U-Bhf. Johannisthaler Chaussee vermeintliche Linke zu bedrohen. Der Rudower Thom ist unter anderem für einen Angriff auf einen Wahlstand der Linken und auf einen Polizisten vorbestraft. Der Polizist hatte ihn am 01.01.07 in der Köpenicker Str. in Rudow beim Sprühen von Hakenkreuzen überrascht und erhielt einen Faustschlag ins Gesicht. Er konnte Thom aber dennoch festnehmen. Der Angriff auf den Wahlstand der Linken fand am 25.08.2006 an der Rudower Spinne statt. Etwa 12-15 Neonazis attackierten die Flugblattverteiler/innen mit Bierflaschenwürfen und pyrotechnischer Munition (s. Abb.). Am 09.09.2006 bedrängten dann Neonazis in Alt-Rudow Infostände mehrerer Parteien. Dabei wurde der Stand der CDU derartig bedrängt, dass die Polizei einschreitet und Thom festnimmt. Im Umfeld eines NPD-Standes in Nord-Neukölln (S- und U-Bahnhof Neukölln bzw. Hermannstr.) wurde am 19.05.07 eine bewaffnete Gruppe Neonazis, die den Stand "schützen" sollte, von der Polizei kontrolliert. Unter den Bewaffneten war wiederum der Rudower Sebastian Thom - zu dem Zeitpunkt erst vor kurzem aus der U-Haft entlassen. Auch der NPD-Kreisverbandsvorsitzende Neuköllns und BVV-Verordnete Thomas Vierk zeigte sich im Wahlkampf schon von seiner gewalttätigen Seite: Am 20.05.2006 ging er am U-BHF Britz Süd anlässlich eines NPD-Infostandes mit einer Metall-Stange auf protestierende Jugendliche los.
Im Wahlkampf setzt die NPD in Neukölln seit Jahren auf Gewalt. Ein offensiver antifaschistischer Umgang damit ist notwendig und hat sich in den letzten Jahren auch bewährt.
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